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Im Teil 2. wurde Dir
eine Methode zur Eingrenzung unseres Gegenstandes an die Hand gegeben. Wir
wenden dieseselbe auch bei unserer weiteren Betrachtung an:
3. Betrachte nun Deinen
Koerper, Deine Seele und Deinen Geist und erkenne: Du
bist WEDER Dein physischer, NOCH Dein emotionaler, NOCH Dein mentaler Koerper.
Ja, ich habe Deinen
Einwand verstanden! Wenn ich selbst eine Blasé auf der kleinen Zehe bekomme, oder
wenn jemand meine Gefuehle verletzt, oder wenn ich von depressiven Gedanken
gequaelt werde, dann faellt es auch mir schwer, zu sagen: ‘Ich bin das alles
NICHT’. Aber bitte vergiss nicht, lieber Freund: Dies ist nur deshalb so, weil
wir in solchen Situationen leiden…
Mach Dir bewusst, dass
Du in Wahrheit NICHT die Gefuehle dieses Vehikels bist, das durch Deine(n)
Koerper repraesentiert wird. Diese Erkenntnis schafft jenen Raum in Deinem
Bewusstsein, der es Dir ermoeglicht, unvermeidlichen Momente der Verwirrung,
des Leidens und Illusion unbeschadet zu ueberstehen.
Wenn Du Deinen Geist
bewusst in diesen Raum zurueckziehst, dann bist ‘Der Beobachter’ einer
transzendenten Erfahrung! Als Beobachter des Leides, erkennst Du, dass Dein
wahres Wesen NICHT in dem erblickt werden kann, das da leidet. Du bist ‘Der
Beobachter’, aber NICHT das Beobachtete! Du bist also NICHT der Leidende.
Daraus folgt: Dein wahres Wesen ist NICHT mit dem identisch, das da leidet.
Bitte vergiss das Eliminieren nicht!
4. Du
bist auch NICHT Deine Handlungen. Natuerlich handelst Du oft unbewusst.
Bedenke: In unserer gegenwaertigen Inkarnation in einem menschlichen Koerper
ist uns der Zugang zum kollektiven Unbewussten nur auf eine sehr
eingeschraenkte Weise moeglich. Und genau das erfordert, dass wir als
Schauspieler unseres eigenen Ideals noch immer in gewissen dramatische Szenen
mitwirken.
Aber dennoch: Als ‘Der Beobachter’ bist Du NICHT Deine Handlungen!
5. Du
bist auch NICHT Deine Gedanken. Bedenke: Unser geistiger Koerper hat
die Neigung, viele unterschiedliche Modelle oder
Konzeptualisierungen zu erschaffen. Behalte deshalb 'als Eselsbruecke' in
Erinnerung: ‘Nicht alle Modelle kommen aus Hollywood.' Binde Dich weder an
diese, noch an jene Modelle! Fuer den Beobachter in Deinem Inneren fliesst der
Strom des Geistes, wohin er will.
6. Du
bist auch NICHT das, was Du isst, selbst dann nicht, wenn Dich Dein
Reformartikelhaendler vom Gegenteil ueberzeugen will. Nahrungsmittel
sind der Brennstoff, der Dein Vehikel laufen laesst. Vertraue darauf, dass
Dich das allgegenwaertige Bewusstsein anleitet, Dich richtig zu ernaehren!
7.
Dein wahres Wesen hat auch NICHTS mit Deinen Reaktionen auf das
Verhalten anderer Menschen zu tun. Als ‘Der Beobachter’ beobachtest Du
lediglich Deine eigenen und deren Reaktionen. Und manchmal sagst Du Dir dabei:
'Oh, wie interessant?!'
Eliminiere auch das in
den Punkten 4 bis 7 Besprochene, denn nichts davon ist fuer die Bestimmung
Deines wahren Wesens von Relevanz.
In Teil 4 wirst Du
weitere Hinweise auf die Spur zu Deinem wahren Selbst erhalten.
Dieser Artikel ist
auch im
Shaman Magazine der
Internationalen Akademie fuer Schamanismus
veroeffentlicht. |