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Vor etwa acht Jahren hat
Ketut Schamanen aus Kintamani
(einem Ort in den Bergen Balis) dazu ueberredet,
eine schamanisch-magische Seance in Anwesenheit ihrer damaligen
Servicenehmer aus der Schweiz entgegen den Bedenken der
Schamanen vorzunehmen. Wenige Tage spaeter fand sich ein Artikel in der
damals einzigen englischsprachigen Zeitung auf der Insel mit dem Titel
"The Sorcerers of Kintamani". Dieser Artikel enthielt eine mehr oder
weniger genaue Schilderung jener
Séance
mit Angabe des Namens des Dorfes der Schamanen;
er wurde ganz offenbar von Ketuts Servicenehmern lanziert.
Das Fatale an dieser Geschichte ist,
dass einige Tage spaeter (Dezember 1999), in der oestlichsten Provinz
Javas, Banjuwangi, 137 Dukun Sandet (schwarzmagisch operierenden
Schamanen) von Dutzenden, als Ninja-Kaempfer verkleideten Personen
ermordet wurden. Man hatte sie der schwarzen
Magie bezichtigt und deren Koepfe auf Bambusstaeben vor den Eingaengen
ihrer Doerfer aufgespiesst.
Das ist damals durch die Weltpresse
gegangen, und Du kannst Dir sicher vorstellen, welchen Aufschrei
Ketuts damalige Schamanen wegen des kurz nach der stattgehabten
Séance erschienenen Artikels in
der balinesischen Zeitung gemacht haben; sie fuehlten nicht nur ihr
eigenes Leben bedroht, sondern auch das ihrer Familien gefaehrdet.
Wir muessen nicht betonen, dass wir
durch diese Unvorsichtigkeit das Vertrauen jener Schamanen verloren
haben, und die Zusammenarbeit mit ihnen mit sofortiger Wirkung beendet
war. Es hat lange gedauert, bis Ketut wieder balinesische Schamanen (Balian
Kebal und Balian Taus) gefunden hat, die entsprechende Faehigkeiten
besitzen und deshalb ihr Vertrauen geniessen.
Wir haben aus diesem schwerwiegenden
Fehler die Lehre gezogen, und deshalb veroeffentlichen wir hier KEINE
Bilder von magisch operierenden Schamanen, mit denen wir seit vielen
Jahren sehr erfolgreich zusammen arbeiten.
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